Schlössertour durch Havixbeck
Der zweite Besuch in Havixbeck führt Timo in die Zeit der Herrenhäuser und Rittersitze.
Hier zum Video auf tv.muensterland.de!
Havixbeck: Haus Stapel erstmals 1211 erwähnt
Im Jahre 1211 wurde die Wasserburg "Stave", erstmalig als Sitz der Herren von Kerkerinck im Pachtverzeichnis des Klosters Werden erwähnt. Das Herrenhaus von Schloss Stapel ist die größte, rein klassizistische Schlossanlage im Münsterland und entstand in der Zeit von 1819 bis 1827.
Für dieses überaus repräsentative Herrenhaus musste seinerzeit ein ganzer Wald abgeholzt und ein kompletter Steinbruch leer geräumt werden. Der Bauherr Ernst Konstantin von Droste-Hülshoff benötigte viel Platz für seine große Familie.
Allein 22 seiner Kinder blieben unverheiratet. Die barocke Vorburg von 1719 nach Entwürfen des jungen Johann Conrad Schlaun gebaut, bildet einen Kontrast zu den strengen Formen des Haupthauses. Selten dass ein Torhaus so aufwendig gestaltet wurde.
Neben der Burg Hülshoff und Haus Havixbeck ist Haus Stapel die dritte architektonische, kulturhistorische Sehenswürdigkeit in Havixbeck.
Idyllisch gelegen, etwa 2 km nördlich am Ortsrand von Havixbeck, ist Haus Stapel bewohnt. Eine Außenbesichtigung der Schlossanlage ist jederzeit von der Straße aus möglich.
Bei einem Besuch wird besonders um Rücksicht auf die Privatsphäre der Bewohner gebeten!
Havixbeck: Haus Havixbeck – typisch münsterländisch
Haus Havixbeck ist eine typisch münsterländische Wasserburg. Die Burg wurde bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts als Zweiinselanlage genutzt. Der Trenngraben zwischen Ober und Unterhof wurde um 1850 zugeschüttet.
Über den Ursprung von Haus Havixbeck ist bekannt das es aus dem Brüninghof im Kirchspiel Havixbeck, einem Schulzengut des Stiftes St. Mauritz vor Münster, hervorgegangen ist. Nach dem Tod des kinderlosen Schulzen Wigbold Brunynck wurde 1369 der Ritter Dietrich von Schonebeck vom Propst zu St. Mauritz mit dem Hof belehnt. Durch Erbschaft gelangte das Gut im folgenden an Friedrich von Bevern, der 1488 die Belehnung erhielt. 1601 brachte Ermgard von Bevern bei ihrer Heirat mit Rudolf von Twickel das Haus Havixbeck als Mitgift in die Ehe ein. Seither ist Haus Havixbeck Stammsitz der Familie des Baron von Twickel.
Das Betreten der Anlage ist ausschließlich im Rahmen von Führungen durch den Verkehrsverein Havixbeck gestattet.
Ansonsten ist nur von der Straße aus ein Blick auf die Parkansicht des Hauptgebäudes möglich.
Infos
Touristinformation:
Verkehrsverein Havixbeck
Adresse: Schulstraße 10, 48329 Havixbeck
Telefon: 0 25 07 / 75 10 Fax: 0 25 07 / 41 34
Internet: www.verkehrsverein.havixbeck.de
Havixbeck: Burg Hülshoff – Geburtsort der Droste
Eingebettet in die malerische Landschaft des Münsterlandes liegt die Wasserburg Hülshoff. Sie ist eine typische münsterländische Wasserburg zwischen Havixbeck und dem münsterschen Vorort Roxel. Im Jahr 1797 wurde hier die berühmte westfälische Dichterin Annette von Droste-Hülshoff geboren.
Die Anlage wurde erstmals im 11. Jahrhundert als Oberhof „Zum Hülshoff“ urkundlich erwähnt. Seit dem Jahre 1417 sind die Herren von Deckenbrock als Besitzer bekannt.
Das Herrenhaus wurde unter Heinrich I. von Droste Hülshoff in den Jahren zwischen 1540 und 1545 erbaut. Es stellt sich bis heute als geschlossene Renaissanceanlage dar, dessen hohe Dreistaffelgiebel schmucklos gehalten sind. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Anlage außerdem in Formen des Barock erneuert, umgebaut und erweitert, wozu Baumberger Sandstein zusammen mit Ziegelmauerwerk verwendet wurden.
Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Innere des Herrenhauses umgebaut, hierbei erhielten auch die Fenster ihre heutige Form. Angeschlossen an die Burg ist eine im späten 19. Jahrhundert in neugotischem Stil erbaute Kapelle. Im 19. Jahrhundert wurde als letzte größere Veränderung die Burgkapelle im neugotischen Stil angebaut. Das Haus ist im Wesentlichen bis heute erhalten geblieben.
Im Herrenhaus der Burg ist das Museum zu besichtigen. Die Besucher durchlaufen hier in Filzpantoffeln mehrere Wohnräume des Herrenhauses, die zum Teil noch bewohnt sind. Hierbei können die Gäste Interessantes und Wissenswertes aus der Geschichte der Burg erfahren. Natürlich spielt das Leben der Annette von Droste-Hülshoff auch im Museum eine bedeutende Rolle.
Zu besichtigen sind zahlreiche Gemälde, die Vorfahren der berühmten Dichterin zeigen, kostbare Möbelstücke und die Bibliothek des Hauses. Die Räumlichkeiten, die Aussicht durch die Fenster auf den Schlossgraben und den Park lassen das Lebensgefühl des Landadels der vergangenen Jahrhunderte wieder neu aufleben.
Öffnungszeiten Restaurant und Museum:
Ende März bis Ende November
täglich von 11.00 Uhr -18.30 Uhr
In der Winterpause Gruppenführungen auf Anfrage möglich.
Eintrittspreise Droste Museum inkl.Audio-Guide Führung:
Erwachsene: 5,00 Euro
Senioren: 4,50 Euro
Schüler / Studenten: 4,50 Euro
Persönliche Führung auf Anfrage möglich.
Art der Besichtigung: Innen- und Außenbesichtigung
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